08. Februar 2012 07:39
Stehende Verhandlungen beim Sparpaket
Beamten-Chef Fitz Neugebauer im Winterurlaub
Die Verhandlungen ziehen sich wie ein Strudelteig und jetzt auch noch das. Beamten-Boss Neugebauer hat in der heißen Verhandlungsphase seine Koffer gepackt und ist in den Winterurlaub gefahren.
© TZ ÖSTERREICH/Pauty
Abschluss der Verhandlungen ohne ihn ist zwar theoretisch möglich, allerdings mehr als unwahrscheinlich. So betrat auch vergangenen Montag die stellvertretende Beamtenministerin Heinisch-Hosek (SPÖ) den Raum mit den Worten: „ heute werden wir sicher nicht abschließen“
Verständlich dass sich die Regierungsparteien schön langsam entnervt zeigen. Sowohl SPÖ als auch ÖVP drängen auch einen raschen Abschluss der Verhandlungen was ein fernbleiben von Neugebauer bei den Sitzungen nur noch unverständlicher macht. Auch bei der nächsten Verhandlungsrunde wird Neugebauer noch nicht zugegen sein, da weilt er noch in Salzburg heißt es aus seinem Büro. Seine Stellvertreterin Heinisch-Hosek dazu salopp „am Montag ist er eh wieder da“
Trotz der wachsenden Kritik an Neugbauers Urlaub bleiben ihm seine Beamtenkollegen sämtlicher Fraktionen weiterhin treu. „Wir gönnen ihm die paar Tage wohlverdienten Urlaub“ sagte zum Beispiel der ÖVP Gewerkschafter Wilhelm Gloss. Richard Holzer von der SPÖ schlägt in die gleiche Kerbe: „ Den Urlaub hat er sich verdient, außerdem sei das Handy inzwischen erfunden und wir sind laufend mit ihm in Kontakt.
Verwunderlich, dass wohl einige Beamten die Verhandlungen bewusst in die Länge ziehen wollen, geht es doch um ihr Geld. Laut Beamten soll ja eine „überproportionale Belastung“ noch vorzeitig abgewendet werden. Darf man den Zahlen Glauben schenken sollen von geplanten 14 Milliarden Euro Einsparungen allein 10 Milliarden auf Pensionaten und Beamten entfallen. „Und die Verursacher der Krise, die ganze Finanzwirtschaft, bleibt wieder ungeschoren“ so Holzer.
Sollte den Beamten ihr Geld tatsächlich so lieb sein, müssten Sie schon langsam in die Gänge kommen. Das Sparpaket muss demnächst abgeschlossen werden und keiner hat mehr Verständnis für Verzögerungen.


