Mehr Vermisste als angenommen
Bergung des Unglückskreuzers
Vier Tage nach dem Schiffsunglück in Porto Santo Stefano und die Zahl der Vermissten steigt auf 29 Personen. Die Vorwürfe gegen Kapitän wiegen schwer. Seine Verhörung hat bereits begonnen.
Duzende Taucher suchen vier Tage nach dem Schiffsunglück der Costa Concordia noch immer nach vermisten Personen. Das Ergebnis: Es sind doch mehr Passagiere abrünnig, als ursprünglich von den Behörden verlautbart. 29 Menschen sind bis dato nicht auffindbar.
Abrutschen des Rießen-Kreuzers in tiefere Gewässer nicht auszuschließen
Das 114.500-Tonnen-Schiff bewegte sich immer weiter in die Tiefe. Die Einsatzkräfte vor Ort sprechen von 9 Zentimetern, die sich der Koloss den Felsen entlang abrutscht. Der heftige Wind und der damit einhergehende Seegang erschwert den Bergungseinsatz zum Teil erheblich. Bisher wurden sieben Tote geborgen. Im Rumpf finden die Helfer nur mehr Tote. Dass diese Zahl nach oben zu korrigieren ist, davon muss stark ausgegangen werden. Die Wetterlage soll sich bereits gegen Donnerstag erheblich verschlechtern.
Kapitän wird bereits verhört
Der Kapitän Francesco Schettino (50) ist derzeit in Untersuchungshaft. Die Karten stehen schlecht für den in Verruf geratenen Mann. Der Vorwurf, er habe das Schiff absichtlich so nahe an die Küste manövriert, wiegen schwer. Die Schwester des Oberkellners der Costa Concordia postete unmittelbar vor dem Unglück auf Facebook: „In Kürze wird die Concordia mit meinem Bruder sehr, sehr nah an uns vorbeifahren.“ (ÖSTERREICH)


