31. Jänner 2012 16:26

Fischer stoppt Ordensvergabe an Strache 

Doch kein Orden für HC?

Mit seinen Aussagen am WKR Ball sorgt HC Strache für jede Menge Furore. Jetzt hat Bundespräsident Fischer der geplanten Ordensverleihung einen Riegel vorgesetzt.

Doch kein Orden für HC?
© APA/Fayer

Die Präsidentschaftskanzlei ließ heute verkünden:

"Wie die Präsidentschaftskanzlei mitteilt, hat Bundespräsident Dr. Heinz Fischer im Hinblick auf die aktuelle Auseinandersetzung um behauptete Aussagen von KO Heinz Christian Strache, in denen er die Demonstrationen gegen den WKR-Ball - in welchem Zusammenhang auch immer - mit dem verbrecherischen und zahlreiche Todesopfer fordernden Novemberpogrom der Nationalsozialisten in Zusammenhang gebracht hat, entschieden, die Verleihung eines hohen Ehrenzeichens der Republik Österreich an KO Heinz Christian Strache zurückzustellen."

"Er wollte ihn sowieso nicht als Schmuck auf Bällen tragen, sondern er wollte seinen neuen Orden allen Österreichern widmen die in den letzten Jahren nur Nachteile im Rot-Schwarzen System hatten", verriet uns der FPÖ-Chef letzte Woche im Antenne Interview.

In Anbetracht dieser Aussagen wird es ihm wohl nicht schwer fallen jetzt doch auf diese Auszeichnung zu verzichten, denn Bundespräsident Fischer hat die Verleihung aufgrund der unpassenden Worte am WKR Ball zu den Gästen gestoppt.

Für große Aufregung hat Heinz-Christian Strache mit seiner Aussage im Zuge des WKR-Balls vergangenen Freitag gesorgt.

Auf die "Anfeindungen" gegen schlagende Bruschenschafter bezogen, ließ sich H.C Strache in seiner Rede zu zwei Aussagen hinreißen.
Laut "Standard" sagte Strache zu den Ballbesuchern: "Wir sind die neuen Juden" und die Angriffe auf die Burschenschafter-Buden seien "wie die Reichskristallnacht gewesen".

Diese Aussagen stoßen nicht nur auf breite Ablehnung sondern sind auch strafrechtlich relevant so Arial Muzicant (Präsident der Israelischen Kultusgemeinde) im Antenne-Exklusiv Interview: "Ja, wir werden bei der Staatsanwaltschaft Anzeige erstatten, da diese Aussagen für uns klar gegen das Verbotsgesetz verstoßen. Strache geht wieder einmal zu weit!"

Es muss konsequenzen geben


Auch die Bundesgeschäftsführerin der SPÖ, Laura Rudas bläßt ins gleiche Horn. Rudas: " Strache und seine Mannen setzen immer wieder bewusst solche solche Provokationen, dies darf nicht unbeantwortet bleiben" denn, so Rudas weiter "führe dies zu einer gesellschaftlichen und politischen Verrohung".

Der Wiener SPÖ-Landtagsabgeordnete Christian Deutsch warf Strache die Relativierung und Verharmlosung des Massenmords der Nazis vor: " Das ist einfach ungeheurlich", so Deutsch.

Es bleibt abzuwarten, welche etwaiigen Konsequenzen es gibt und wie ein offizielles Statemant der FPÖ dazu aussieht.




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