22. Februar 2012 08:52

Großeinsatz der Einsatzkräfte 

Giftiges Ammoniak bedroht ganzen Bezirk

Das Gebiet rund um das "Wiener Kühlhaus" (am Franzosengraben, im 3. Wiener Gemeindebezirk) musste im Umkreis von Kilometern gesperrt werden. Es gab zahlreiche Verletzte! Die U3 kam zwischen den Stationen Simmering und Kardinal-Nagl-Platz zum liegen.

Giftiges Ammoniak bedroht ganzen Bezirk
© TZ Österreich

Am Abend des Faschingsdienstags nahm der lustigste Tag im Jahr eine dramatische Wende: In der Firma „Wiener Kühlhaus“ in Neu-Marx brach ein Leitungsventil und hatte den Austritt des Giftgas zur Folge. Die Infrastruktur musste aus Sicherheitsgründen stillgelegt werden, die Menschen im Umfeld des "Wiener Kühlhaus" im 3. Bezirk mussten evakuiert werden. Denn Ammoniak ist lebensgefährlich.

Es herrschten Ausnahmezustand und Panik

Die Menschen klagten über tränende Augen und Reizhusten als Reaktion auf die Berührung mit dem Giftgas Ammoniak.  Die Anrainer, die nicht evakuiert wurden, wurden aufgefordert Fenster geschlossen zu halten und sich nicht ins Freie zu begeben.

Neben der Evakuierung des gesamten Etap-Hotels am Franzosengraben, mussten die Musicalbesucher von „Cats“ im Zelt verweilen bis Entwarnung gegeben wurde. Gegen 20.30 Uhr konnte das Leck durch den Einsatz von 80 Feuerwehrleuten, Chemiespezialisten, über 60 Polizisten und dem Katastrophen-Zug der Rettungskräfte versiegelt werden ohne, dass der Schaden ein noch größeres Ausmaß annahm.
Die Bilanz des Ammoniak-Alarms: 39 Menschen mussten gestern Nacht aufgrund von Beschwerden im Krankenhaus ärztlich versorgt werden.

 




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