20. Februar 2012 08:30

Ex-Sturm-Chef im Kloster 

Hammer-Urteil für Hannes Kartnig

Das Urteil: Fünf Jahren Haft und eine Geldstrafe von 6,6 Millionen.

Hammer-Urteil für Hannes Kartnig
© GEPA

Am 43. Verhandlungstag war es soweit, Hannes Kartnig wurde im Straflandesgericht in Graz zu einer Hammer-Strafe verurteilt. Vier Stunden beriet sich der Schöffensenat unter Richter Karl Buchgraber. So wie der gesamte Prozess wurde auch die Urteilsverkündung von einem regen Medieninteresse begleitet. Im Schwurgerichtssaal waren alle Plätze besetzt als Kartnig sein Urteil erhielt. Ebenfalls anwesend, Kartnigs Ehefrau, die sich das erste Mal im Gericht zeigte. Mit starrer Miene folgte Kartnig den Ausführungen des Richters, mehr als eine Stunde dauerte die Urteilsverkündung.

Plan B - Kloster
 
Um sich nach diesem Hammer-Urteil zu erholen verbringt Kartnig diese Woche mit seiner Frau Claudia im Kloster in Schärding in Oberösterreich. Im Kurhaus der Barmherzigen Brüder will er dann gemeinsam mit ihr bis Ende der Woche abschalten. Kartnig dazu: „Die Barmherzigen Brüder sind sehr nett“. Er möchte diese Woche nutzen um etwas für seine Gesundheit zu tun. Kartnig weiter: „Jetzt muss ich ganz besonders auf meine Gesundheit schauen. So eine Ungerechtigkeit muss man erst einmal verkraften.“
 
 
Das Urteil

Kartnig wurde der grob fahrlässigen Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen, des schweren Betrugs und der Steuerhinterziehung schuldig gesprochen. Fünf Jahre und 6,6 Millionen Euro Strafe hat Kartnig ausgefasst, sollte er die Summe nicht aufbringen können drohen ihm weitere 18 Monate Freiheitsstrafe, das Urteil ist nichts rechtskräftig.




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