06. Februar 2012 18:23

Wiener klagt an 

Heimkinder mit Malaria infiziert!

Bereits zwei Opfer melden sich zu Wort, die in den 1960er Jahren absichtlich mit dem Malaria-Erreger in der Klinik Hoff infiziert worden waren um „Psychopathie“ zu behandeln.

Heimkinder mit Malaria infiziert!
© Getty Images
Bis Mitte der 1960er wurden Heimkinder an der Wiener Universitätsklinik absichtlich mit dem Malaria-Erreger infiziert. Opfer Willhelm J. (63) wurde damals fremdes Blut in den Muskel gespritzt um die Diagnose „Psychopathie“ zu behandeln. Infolge dieser zweifelhaften Zwangstherapie litt der damals 16-jährige über zwei Wochen an 42 Grad Fieber und infolgedessen an jahrzehntelangen Fieberschüben.
 
Die Malaria-Therapie wurde ursprünglich für die Behandlung von „Syphilis“ eingesetzt. Laut Zeitzeuge und Psychiater Bernd Küfferle zählte diese Art von Behandlung bereits in den 1960er Jahren längst nicht mehr zum aktuellen Stand der Wissenschaft.
 
Die Kriminalitätsopferhilfe „Weißer Ring“ kümmert sich derzeit um eine finanzielle Entschädigung für die Opfer der Malaria-Therapie. Zum jetzigen Zeitpunkt ungeklärt ist die Frage des Missbrauchs an den Heimkindern als medizinische Versuchskaninchen.



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